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„Bundeswehr und Länderpolizeien sind eine Säule humanitärer Einsätze in Krisengebieten. Eine andere Säule sind die Hilfsorganisationen, Ärzte, Rettungssanitäter und das Technische Hilfswerk.“ Das sagte der Amtschef des Innenministeriums, Ministerialdirektor Günther Benz, am Samstag, 26. Juni 2010, beim Deutschlandtag des 27. Langenargener Symposiums.
Er überbrachte die Grüße von Innenminister Heribert Rech, Landesbeauftragter für die Angelegenheiten der Streitkräfte und Schirmherr der Veranstaltung. Streitkräften, Polizei und allen Organisationen, die auf dieser Tagung vertreten seien, gelte der Respekt und der Dank für die humanitären und friedenssichernden Einsätze, die sie in internationaler Kooperation seit vielen Jahren erfolgreich bewältigen würden.
Das Langenargener Symposium stehe seit jeher für interdisziplinären und internationalen Gedankenaustausch. Ferry Müller als Chairman des Symposiums gelinge es dabei immer wieder, kompetente Wissenschaftler, Politiker, Ingenieure und Experten der Streitkräfte zusammenzuführen. Ihm und seinem Organisationsteam gelte für ihren unermüdlichen Einsatz besondere Anerkennung und Dank.
Die diesjährige Veranstaltung widme sich speziell den friedenserhaltenden Maßnahmen mit allen dazugehörigen Aspekten und greife damit - wie in den Vorjahren - ein aktuelles Thema auf. Die Veränderungen im weltpolitischen Gefüge und die internationalen Verpflichtungen in den Vereinten Nationen, der Nordatlantischen Allianz und der Europäischen Union hätten die internationale Verantwortung Deutschlands wachsen lassen. Die Bundesrepublik übernehme mehr Verantwortung für den Frieden in der Welt. Vor allem die Bundeswehr stehe im Dienst dieser neuen Aufgabe und leiste auch außerhalb des NATOGebietes humanitäre Hilfe in Krisengebieten. „Die Landesregierung weiß um die große Bedeutung der Bundeswehr. Frieden und Freiheit sind keine Selbstläufer, sondern müssen immer wieder neu erarbeitet und verteidigt werden“, so Benz.
Neben dem Einsatz der Bundeswehr sei auch das Engagement bei internationalen Polizeimissionen zunehmend ein wichtiger Beitrag geworden, um in Krisengebieten stabile Strukturen in einer Zivilgesellschaft aufzubauen. Polizeibeamtinnen und -beamte auch aus Baden-Württemberg seien derzeit bei polizeilichen Auslandseinsätzen im Kosovo, in Bosnien und Herzegowina, in Palästina und Georgien und in Afghanistan. Aktuell unterstützten 21 Polizistinnen und Polizisten aus Baden-Württemberg polizeiliche Auslandseinsätze in diesen Gebieten. Um das Risiko dieser Einsätze so gering wie möglich zu halten, gebe es seit zehn Jahren den „Fachbereich Polizeiliche Auslandseinsätze“ bei der Akademie der Polizei Baden-Württemberg. Dort würden gemeinsam mit der Bundespolizeiakademie in Lübeck und dem Landesamt für Ausbildung der Polizei in Brühl die deutschen Polizistinnen und Polizisten auf ihren Auslandseinsatz vorbereitet. Dieser Fachbereich sei ein Aushängeschild für die Polizei in Baden-Württemberg und finde auch über die Landesgrenzen hinaus Anerkennung.