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„Die Vernunft der Autofahrer und die konsequenten Alkoholkontrollen der Polizei haben in den vergangenen Jahren zu deutlich gesunkenen Zahlen von Alkohol- und Drogenfahrten während der Fastnachtszeit geführt. Um diesen Trend fortzusetzen, wird die Polizei in den kommenden Wochen gezielt kontrollieren.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Donnerstag, 28. Januar 2010, in Stuttgart.
Für unbeschwertes Fastnachtsvergnügen brauche es richtige Planung. Es sei sehr sinnvoll, Fahrgemeinschaften zu organisieren und den Fahrer zu bestimmen, der selbstverständlich auf Alkohol verzichten müsse. Alternativ sollten öffentliche Verkehrsmittel oder Taxen benützt werden. Zudem dürften ausgelassene Stimmung und Faschingstrubel nicht zum Missbrauch von Alkohol bei Kindern und Jugendlichen führen. Unter Alkoholeinfluss nähmen Aggressionen, Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen zu. Deshalb werde die Polizei in der Faschingszeit wegen des Alkoholmissbrauchs die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen streng kontrollieren und bei Verstößen die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. „Wer branntweinhaltige Getränke an Kinder oder Jugendliche abgibt, handelt unverantwortlich und begeht eine Ordnungswidrigkeit. Im Einzelfall kann sogar eine Straftat vorliegen“, sagte der Innenminister.
Wegen der Verkehrsunfälle während der „Fünften Jahreszeit“ habe die Polizei die Aufklärungs- und Präventionsarbeit seit 2004 nochmals intensiviert. Aktuell werde von den Polizeidienststellen mit Plakaten gegen Alkoholmissbrauch und für das Fahren ohne Alkohol geworben. „Die abnehmenden Unfallzahlen zeigen, dass die Polizei mit gezielten Kontrollen und den Aufklärungsaktionen den Trend umgekehrt hat“, sagte Innenminister Rech.
Während der Fastnachtszeit vom 2. bis 24. Februar 2009 hat es in Baden-Württemberg 272 Verkehrsunfälle gegeben bei denen die Fahrer unter Alkoholeinfluss gestanden sind. 14 Personen sind unter dem Einfluss von Drogen gefahren. Zwei Personen wurden getötet und 118 verletzt. Die Polizei hat 704 Führerscheine einbehalten. 14. Januar bis 5. Februar 2008: 282 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, 16 Fahrzeuglenker unter Drogeneinfluss, 175 Verletzte, vier tödlich Verletzte, 1.095 Führerscheine einbehalten Fasnacht 2004: 623 Verkehrsunfälle unter Alkoholeinfluss, 23 Fahrzeuglenker unter Drogeneinfluss, 273 Verletzte, 10 tödlich Verletzte, 942 Führerscheine einbehalten.
Die als Anlage beigefügten Plakate „Einer bleibt nüchtern“ und „Jugendschutz, wir sind dabei“ befinden sich bei dem angeschlossenen PDF-Dokument (hier).