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Innenminister Heribert Rech 
Ergebnisse des Expertenkreises „Qualitätssicherung bei der DNA-Analyse“ teilweise schon umgesetzt 

03.03.2010 
Innenminister Heribert Rech: „Bei der DNA-Analyse hat das Land seine Hausaufgaben gemacht“

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Innenminister Heribert Rech hat aufgrund der von Medien teilweise veröffentlichten Empfehlungen des von ihm eingesetzten Expertenkreises „Qualitätssicherung bei der DNA-Analyse“ darauf hingewiesen, dass eine Reihe der vorgeschlagenen Verbesserungsmöglichkeiten im Land bereits umgesetzt sind. „Wir haben nach den festgestellten Verunreinigungen von Wattestäbchen sofort reagiert und unsere Hausaufgaben gemacht. DNASpuren werden nur noch mit Wattestäbchen eines Herstellers gesichert, dessen Produkt mit Ethylenoxid sterilisiert sind. Die Qualität der Wattestäbchen wird regelmäßig geprüft. Die Beschaffung erfolgt im Land nur noch zentral durch das Logistikzentrum der Polizei.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Mittwoch, 3. März 2010, in Stuttgart.

Außerdem habe das Kriminaltechnische Institut im Landeskriminalamt schon seit längerem die DNA-Daten von Laborpersonal auf freiwilliger Basis zu Kontrollzwecken gespeichert. Über die Empfehlung, generell DNA-Profile von Polizeibeamten, die mit  der kriminaltechnischen Spurensicherung betraut seien, in einer zentralen Datenbank zu speichern, müssten Gespräche unter anderem mit Berufs- und Personalvertretungen geführt werden. Rech: „Gemeint sind ausdrücklich nicht alle Polizeibeamten des Landes, sondern nur diejenigen, die an Tatorten Spuren hinterlassen können und freiwillig bei der Speicherung mitmachen wollen. Dies könnte durchaus eine sinnvolle Maßnahme zur Qualitätssicherung von Spuren sein.“ Diese Maßnahme habe auch eine Bund-Länder-Projektgruppe empfohlen, deren Vorschläge im Arbeitskreis II der Innenministerkonferenz einstimmig angenommen worden seien.
Die Verbesserung der Qualitätsstandards bei der DNA-Analyse sei ein bundesweites Problem und beschränke sich keineswegs nur auf Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Er habe die Empfehlungen des Expertenkreises „Qualitätssicherung bei der DNAAnalyse“ dem Landtag übermittelt, und er werde dem Innenausschuss darüber in seiner nächsten Sitzung am 24. März 2010 berichten. „Was wir im Land zur Qualitätsverbesserung realisieren, ist unsere Verantwortung“, betonte Rech.
Das vom Expertenkreis vorgeschlagene Forschungsvorhaben zu Schnelltests für DNA-Freiheit von Laborartikeln sei inzwischen unter Einbeziehung anderer Länder und des Bundes geprüft worden. Dabei hätten sich Aspekte ergeben, die den praktischen Mehrwert und die Machbarkeit eines solchen Projektes in Frage stellten. Experten hätten darauf hingewiesen, dass künstliche DNA bei der Analyse ein anderes Reaktionsverhalten als menschliche DNA zeige und deshalb möglicherweise kein verlässlicher Indikator für die DNA-Freiheit von Arbeitsmitteln sein könne.