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„Wenn wir es ernst meinen mit weniger Verletzten und Toten auf unseren Straßen, müssen wir konsequent kontrollieren und die Raser zur Kasse.bitten.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Donnerstag, 6. Mai 2010, in Stuttgart mit Blick auf das baden-württembergische Ergebnis der Europäischen Geschwindigkeitskontrollwoche (25. April bis 2. Mai 2010).Allein in dieser Woche seien im Land von Polizei, Landkreisen, Städten und Kommunen bei 3.992 Einsatzstunden 71.135 Verstöße gegen die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit festgestellt worden. 41.400 Verstöße seien außerhalb und 29.735 innerhalb der Ortschaften begangen worden. 59.080 Fahrzeuglenker seien bis zu 20 Kilometer, 11.283 von 21 bis 40 Kilometer und 772 über 40 Kilometer pro Stunde zu schnell gewesen. 833 müssten damit rechnen, dass gegen sie ein Fahrverbot verhängt werde.
Im vergangenen Jahr hätten 239 von 535 Verkehrstoten, also beinahe jeder zweite, wegen Raserei sein Leben verloren. 88 Fahrzeuginsassen seien bereits im ersten Quartal dieses Jahres tödlich verunglückt und 1.389 hätten schwere Verletzungen davon getragen. Überhöhte Geschwindigkeit sei dabei mit 29 Prozent die Hauptursache bei Verkehrsunfällen mit Verletzten gewesen. „Anscheinend wirken alle Appelle an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer nur sehr begrenzt. Nur durch hohe Bußgelder können wir sie dazu bewegen, die Verkehrsregeln einzuhalten“,sagte Innenminister Rech.