PDF-Dokument:
hier
„Die Unfallbilanz des vergangenen Jahres belegt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Im Jahr 2009 wurde zum dritten Mal nacheinander ein historischer Tiefststand bei der Zahl der Verkehrstoten in Baden-Württemberg erreicht. Zu diesem Ergebnis hat Ihr Engagement ganz wesentlich beigetragen.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech bei der Jahreshauptversammlung der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V. am Freitag, 7. Mai 2010, in Heidelberg. Es freue ihn als Innenminister, dass Verkehrssicherheitsarbeit und Verkehrsunfallprävention in engem Schulterschluss mit der Polizei geschehe. Persönlich und im Namen der Landesregierung danke er den Angehörigen der Landesverkehrswacht ausdrücklich für ihre Arbeit und ihr ehrenamtliches Engagement. Besonderer Dank gelte Präsident Heinz Kälberer für die Einladung zur Jahreshauptversammlung.
Es komme nicht von ungefähr, dass die Unfallbilanz der letzten Jahre insgesamt zufriedenstellend sei. Allerdings hätten immer noch 535 Menschen auf den Straßen in Baden-Württemberg ihr Leben verloren. „Verkehrssicherheit fördern“, „Verkehrserziehung und Verkehrsaufklärung betreiben“ und „Verkehrsunfälle verhüten“ - so stehe es in der Satzung der Landesverkehrswacht. „Getreu dieser Satzung erlebe ich Sie alle als Initiator und Ideengeber bei einer Vielzahl von Aktivitäten“, sagte Rech.
Zu nennen sei die Aktion Sicherer Schulweg, die besonders erfolgreiche Radfahrausbildung, die Verkehrssicherheitstage an Schulen und die gemeinsame Kampagne Schüler-FAIR-kehr. Darüber hinaus würden eine Aktion mit Bannern an Brücken und der große landesweite Motorradtag am Pfingstsonntag anstehen. Die Liste erfolgreicher Projekte lasse sich beliebig fortsetzen. „Die Verkehrswachten mit ihren vielen Ehrenamtlichen sind damit einer der wichtigsten Träger der Verkehrssicherheitsarbeit in unserem Land. Ohne sie hätten wir in Baden-Württemberg nicht diesen herausragenden Standard bei der Verkehrssicherheitsarbeit“, betonte Innenminister Rech.
Deshalb genieße die Landesverkehrswacht auch in der Bevölkerung und bei der Landesregierung hohes Ansehen. Als klares Zeichen der Wertschätzung und in Kenntnis dieses Engagements habe Ministerpräsident Mappus aus voller Überzeugung die Schirmherrschaft übernommen und setze damit die Tradition seiner Vorgänger fort. Ebenso stehe die Landesregierung nach wie vor zu der institutionellen und damit auch finanziellen Förderung der Landesverkehrswacht und der Jugendverkehrsschulen. Diese finanzielle Unterstützung könne keinesfalls aufwiegen, was landauf und landab 9.100 Mitglieder ehrenamtlich in den 59 Orts- und Kreisverkehrswachten leisteten. In diesem und auch in anderen Bereichen habe das Ehrenamt in Baden-Württemberg eine herausragende Bedeutung.
„Die Verkehrswachten verkörpern seit jeher das Ehrenamt schlechthin“, sagte Innenminister Rech. Eine besondere Herausforderung sei es, Motorradunfälle zu verhindern. Deshalb gebe es zum ersten Mal eine landesweite Motorradveranstaltung unter dem Dach der gemeinsamen Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR zusammen mit der Landesverkehrswacht und weiteren Partnern. Beim „Bikertag 2010 - Sicher im Südwesten!“ werde am Pfingstsonntag, 23. Mai 2010, auf dem ehemaligen Flugplatz in Malmsheim die Verkehrssicherheit für diese Zielgruppe im Mittelpunkt stehen. Begleitet von SWR3 wolle man eine große Zahl von Motorradfahrerinnen und Motorradfahrern erreichen und motivieren, ihr schönes Hobby auch unter dem Aspekt der Verkehrssicherheit zu genießen. „Ich danke der Landesverkehrswacht ausdrücklich für die Unterstützung bei dieser Aktion. Ohne Sie könnten wir diesen Motorradsicherheitstag nicht stemmen“, sagte Innenminister Rech.