„Heute geht ein profunder Kenner der Polizeiarbeit in den Ruhestand.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Montag, 31. Mai 2010, in Böblingen bei der Verabschiedung von Leitendem Kriminaldirektor Wolfgang Schimpeler und der Amtseinführung seines Nachfolgers als Leiter der Polizeidirektion Böblingen, Leitendem Polizeidirektor Rudi Denzer.
Wolfgang Schimpeler sei 1967 bei der Bereitschaftspolizei Biberach in den Polizeidienst eingetreten. Sein Talent habe ihn 1974 zum Landeskriminalamt nach Stuttgart geführt, wo er als „Vorbeugungspionier“ und Gründer der Rauschgiftaufklärungsgruppe schnell auf sich aufmerksam gemacht habe. 1993 sei er erneut mit „Vorbeugung und Jugendkriminalität“ in Berührung gekommen, dieses Mal im Innenministerium. Zwischen 1996 und 2002 sei er Dozent für Kriminologie an der Hochschule für Polizei gewesen. Als Prorektor der Hochschule habe er eine Studienreform durchgeführt und sich als Verfechter einer ganzheitlichen, fächerübergreifenden Lehre gezeigt. „Über 5.000 ehemalige Polizeistudenten haben Schimpeler in dieser Zeit als überzeugenden Kriminologen kennengelernt“, sagte Innenminister Rech.
2002 sei er zum Leiter der Polizeidirektion Böblingen berufen worden. Jedem Vorurteil zum Trotz habe er als Vollblutkriminalist auch bei der Verkehrssicherheit immer wieder Akzente gesetzt - sei es durch die konsequente Verkehrsüberwachung oder in der Verkehrsprävention.
Auch auf dem Feld der Kriminalitätsbekämpfung habe er deutliche Akzente gesetzt. Als Mitglied im „Förderverein Sicherer Landkreis Böblingen“ habe er kriminalpräventive Aktivitäten unterstützt und sich für die Finanzierung der Suchtprävention, der Jugendarbeit sowie der Schul-, Ausbildungs-, Familien-, Wohn-, Frauen- und Kulturpolitik eingesetzt.
„Ich wünsche Ihnen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt, in dem Sie sicher andere Tätigkeitsfelder erobern und hoffentlich die Lebensqualität der freien Zeit mit Ihrer Familie und Ihren Freunden genießen“, sagte Innenminister Rech.
Rudi Denzer sei 1974 in den Polizeidienst eingetreten. Anfang 2006 habe er als Leiter des Referats „Einsatz, Lagezentrum, Verkehr“ im Innenministerium Baden-Württemberg eine neue Herausforderung angenommen. „Eine hohe Verantwortung, die Sie bei der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland 2006 oder im vergangenen Jahr bei der Mitwirkung für die Sicherheit beim NATO-Gipfel in Baden-Baden und Kehl zeigten“, so Rech.
Denzer sei ein Mann, der das Einsatzhandwerk von der Pike auf gelernt habe. Als Leiter der Polizeidirektion trage er nun Verantwortung für das Wohlergehen und die erfolgreiche Arbeit von fast 790 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeidirektion Böblingen und für die Sicherheit von rund 370.000 Einwohnern des Landeskreises Böblingen. „Ich bin davon überzeugt, dass Sie dieser Verantwortung gerecht werden“, betonte Innenminister Rech.
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Beruflicher Werdegang
Leitender Kriminaldirektor Wolfgang Schimpeler (60)
1967 Einstellung als Polizeiwachtmeister bei der Bereitschaftspolizei
in Biberach
1969 Polizeikommissariat Waldshut, Polizeiposten Grießen
1974 Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Rauschgiftdelinquenz
1978 Ernennung zum Kriminalkommissar
1983 Innenministerium Baden-Württemberg
1985 Ernennung zum Kriminalrat
1985 Geschäftsführer Kriminalpolizeiliches Vorbeugungsprogramm
des Bundes und der Länder (KPVP), Bereitung einer Grundlage für die
Kommunale Kriminalprävention
1989 Ernennung zum Kriminaloberrat
1990 Dozent an der Fachhochschule für Polizei
1993 Innenministerium Baden-Württemberg, Referent
Kriminalitätsvorbeugung und Jugendkriminalität
1995 Ernennung zum Kriminaldirektor
1996 Hochschule für Polizei Villingen-Schwenningen und Bestellung
zum Prorektor
Umsetzung der Studienreform mit einer ganzheitlichen
fächerübergreifenden Lehre
1997 Ernennung zum Leitenden Kriminaldirektor
1. 10. 2002 Leiter der Polizeidirektion Böblingen
Beruflicher Werdegang
Leitender Polizeidirektor Rudi Denzer (53)
1974 Einstzellung bei der Bereitschaftspolizei in Lahr
1977 14. Polizeirevier in Stuttgart-Zuffenhausen (Streifendienst)
1981 13. Polizeirevier in der damaligen Brückenstraße,
heute Duisburger Straße (Streifendienst)
1985 Ernennung zum Polizeikommissar und Dienstgruppenleiter
beim 14. Polizeirevier in Stuttgart-Zuffenhausen
1991 Abordnung zum Sächsischen Staatsministerium des Innern.
Referent für Personal- und Organisationsangelegenheiten
1992 Ausbildung/Studium für den höheren Polizeivollzugsdienst
1994 Leiter des Sachgebiets Einsatz und stellvertretender Leiter
der Schutzpolizei bei der Polizeidirektion Esslingen
1996 Referent für Einsatzangelegenheiten im Innenministerium
Baden-Württemberg
2000 Leiter der Schutzpolizeiinspektion-Mitte bei der
Landespolizeidirektion Stuttgart II
2005 Leiter des Revierdienstes 1 beim Polizeipräsidium Stuttgart
2006 Leiter Referat Einsatz, Lagezentrum, Verkehr im Innenministerium
Baden-Württemberg