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Innenminister Heribert Rech 
40 Jahre Bereitschaftspolizei in Bruchsal 

11.12.2009 
Innenminister Heribert Rech: „Die Bürger stehen hinter der Polizei und vertrauen ihr als Garant der Sicherheit“

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„Hier in Bruchsal wurde das Bild einer Polizei geprägt, die Vertrauen und Wertschätzung verdient.“ Das sagte Innenminister Herbert Rech am Freitag, 11. Dezember 2009, bei der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Bereitschaftspolizei Bruchsal. In den vergangenen vier Jahrzehnten sei die Bevölkerung direkt mit der Polizei in Verbindung gekommen und dabei hätte sich das Verhältnis positiv gewandelt. Die Polizei werde in der Bevölkerung als Freund und Helfer sehr geschätzt. Sie habe im Vergleich der Berufsgruppen bei Umfragen ein enorm hohes Ansehen.
Er wolle nicht verhehlen, dass heute mit Sorge auf gewaltsame Übergriffe gegen Polizeibeamte und auf eine neue Gewaltqualität  im täglichen Dienst geblickt werden müsse. „Das will ich nicht relativieren, die Täter sind hemmungsloser und brutaler“, sagte Rech. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass die große Mehrheit der Bürger hinter ihrer Polizei stehe und auf sie als Garant der Sicherheit vertraue. „Die Polizei ist in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen“, betonte der Innenminister.

Das sei ein Verdienst, zu dem jede einzelne Polizeibeamtin und jeder einzelne Polizeibeamte täglich einen Beitrag leiste. Viel leiste die Bereitschaftspolizei auch polizeiintern: zum einen durch die Ausbildung junger Beamter und Beamtinnen, zum anderen durch die Unterstützung der Landespolizei auch über die Grenzen Baden-Württembergs und Deutschlands hinweg. Dazu zählten Demonstrationen, Fußballspiele, Staatsbesuche oder Volksfeste, auch größere Schadenslagen und Katastrophen, bei denen die „Bepo“ die Kollegen vor Ort immer wieder unterstütze und entlaste. „Besonders durch Revierdienstabordnungen ist die Bereitschaftspolizei eine tragende Säule der Polizei“, sagte Innenminister Rech.

Am 29. September 1969 seien die Räumlichkeiten in Bruchsal bezogen worden. Das sei die Geburtsstunde der Bereitschaftspolizei Bruchsal mit den Schwerpunkten Ausbildung junger Polizeibeamter, Unterstützung des Einzeldienstes und Mitwirkung bei der Abwehr drohender staatsfeindlicher Gefahren gewesen. Die erste Bruchsaler Polizeigeneration werde eine lebendige Erinnerung an die eskalierende Gewaltspirale und die Straßenschlachten vor allem in Heidelberg haben. Die Proteste hätten in den 70er Jahren zu einer neuen Dimension schwerer Herausforderungen für die Polizei geführt, dem Terrorismus der RAF. „Mit Schaudern denke ich an die blinde Gewalt, die reale Bedrohung, Anschläge, Morde und Fahndung nach den RAF-Terroristen und an die Todesopfer der Polizei“, sagte der Innenminister. Und in den Folgejahren sei es aufgrund des Kalten Kriegs, des NATO-Doppelbeschlusses und der Stationierung von Mittelstreckenraketen hitzig weitergegangen.

Dieser Blick in die Vergangenheit zeige, dass die zurückliegenden Herausforderungen und Belastungen, Stärken, Fehler und Lösungswege der Polizei Mut und Stärke verleihen würden. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei sei nach all den Jahren ständig hoch. „Sie sind Schutzmann und kompetenter Partner, auf der Höhe der Zeit und in der Mitte der Gesellschaft“, sagte Rech. „Tage wie dieser sollen vor allem - wie das Wort Jubiläum schon sagt - Anlass sein, sich zu freuen und zu feiern, den Erinnerungen Raum zu geben, die jeder ganz individuell mit diesem Ort verknüpft“, sagte Innenminister Rech. Kein Polizeibeamter und keine Polizeibeamtin vergesse die Bereitschaftspolizei, in der er oder sie die ersten Schritte in Uniform gemacht habe. Wie kaum eine andere dienstliche Station sei die Bereitschaftspolizei immer auch ein emotionaler Ort, der Menschen zusammenführe, junge Polizeibeamte und -beamtinnen für ihren Weg stark mache und sie in die Polizeiwelt entsende.