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Bereits 14 tödliche Unfälle mit Motorradfahrern 

11.04.2011 
Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann: „Motorradfahrer müssen sich körperlich und mental auf die Saison vorbereiten“

„Die ersten Meldungen über getötete Motorradfahrer in diesem Jahr lassen mich mit Sorge auf die Saison blicken.“ Das sagte Landespolizeipräsident Dr. Wolf Hammann am Montag, 11. April 2011, in Stuttgart und wies darauf hin, dass nach den ersten schönen Tagen in diesem Jahr bereits 14 Motorradfahrer ihr Leben verloren haben.

Im vergangenen Jahr habe es 3.486 Motorradunfälle mit Verletzten gegeben, 2.633 seien leicht und 1.331 schwer verletzt worden. In 105 Fällen sei für die Motorradfahrer jede Hilfe zu spät gekommen (2009: 100). Neben diesen Zahlen verblasse das positive Ergebnis beim Rückgang der Motorradunfälle mit Personenschaden um über 14 Prozent im Vergleich der Jahre 2009/2010. „Die Bekämpfung der Motorradunfälle hat deshalb auch in diesem Jahr hohe Priorität. Wir wollen, dass weniger Menschen bei Motorradunfällen tödlich verunglücken“, sagte der Landespolizeipräsident.

Hier setze er primär auf das Verhalten der Motorradfahrer, die für ihre eigene Sicherheit einen großen Beitrag leisten könnten. Nach einer ersten Auswertung der tödlichen Motorradunfälle der Jahre 2009 und 2010 gebe es dafür genügend Ansatzpunkte. „Vollständige Schutzkleidung mit hohem Sicherheitsstandard, technisch einwandfreie Motorräder - möglichst ausgestattet mit ABS - sowie die körperliche und mentale Vorbereitung auf die ersten Ausfahrten erhöhen die eigene Sicherheit“, sagte Hammann. 2010 hätten beispielsweise nur 59 Prozent der tödlich verletzten Motorradfahrer eine vollständige Schutzkleidung getragen.

Die anspruchsvolle Technik des Motorradfahrens und plötzlich auftretende Gefahrensituationen verlangten vom Fahrzeugführer stets 100-prozentige Aufmerksamkeit. Der kleinste Fehler könne zu einem Sturz mit schwerwiegenden Folgen führen. „Wer Motorrad fährt, muss körperlich und geistig fit sein“, sagte der Landespolizeipräsident. Er rate zudem allen Motorradfahrern, während der Fahrt ständig das eigene Fahrverhalten zu reflektieren. Der Satz „erst Hirn einschalten, dann Gas geben“ könne Leben retten. Die Analyse der Unfälle habe gezeigt, dass das größte Risiko für einen Motorradradfahrer, bei einem Verkehrsunfall zu verunglücken, an den Wochenenden zwischen 11 Uhr und 20 Uhr bestehe und dabei häufig überhöhte Geschwindigkeit eine Rolle spiele (46 Prozent).

Die Polizei werde deshalb zur Bekämpfung der Motorradunfälle an den Wochenenden wieder gezielt Motorradkontrollen durchführen und dabei auch Videomotorräder sowie Geschwindigkeitsüberwachungstechnik einsetzen. „Zu schnell fahrende Motorradfahrer werden wir konsequent anzeigen“, betonte Hammann.

„Gezielte Informationen über die Gefahren des Motorradfahrens seien ebenfalls ein Baustein auf dem Weg zu mehr Sicherheit für Motorradfahrer“, sagte der Landespolizeipräsident. Die Polizei setze daher neben der Verkehrsüberwachung auch auf Aufklärung. Zu Beginn der Motorradsaison würden bei zahlreichen Biker-Treffs an beliebten Treffpunkten die Motorradfahrer zusammen mit den Partnern der Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR über ihr hohes Unfallrisiko, die Notwendigkeit der Fahrzeugbeherrschung, Schutzkleidung oder technische Ausstattung der Motorräder informiert. Nach der positiven Resonanz im vergangenen Jahr werde am 22. Mai 2011 erneut eine landesweite, auf beliebten Motorradstrecken geführte Motorradsternfahrt nach Malmsheim stattfinden.

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Weitere Informationen rund um das Thema Verkehrssicherheit gibt es im Internet unter
www.gib-acht-im-verkehr.de oder unter
www.polizei-bw.de