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> Prävention > Körperverletzung
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Körperverletzung
Etwa zwei von fünf Tatverdächtigen gefährlicher oder schwerer Körperverletzungen sind unter 21 Jahre alt, auch knapp die Hälfte der Opfer gehört dieser Altersgruppe an. Jeder zweite Tatverdächtige ist schon polizeilich bekannt. Jede dritte Tat wird unter Alkoholeinfluss begangen.

Körperverletzungsdelikte sind überwiegend Straftaten im sozialen Nahbereich - im Familienkreis, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, bei Veranstaltungen, bei Gaststättenbesuchen. Schläger in der Öffentlichkeit suchen zumeist einen Anlass, ehe sie zuschlagen - der körperlichen Gewalt gehen üblicherweise herausfordernde Redensarten oder Verhaltensweisen voran.
Gerade in der Gruppe lassen sich selbst relativ unauffällige junge Menschen zu hemmungsloser Gewalt verleiten, weil Verantwortung für eigenes Handeln subjektiv auf die Gruppe abgewälzt wird. Sogar schwerste Straftaten werden als "Spaß" oder "Mutprobe" hingestellt. "Schuld" am Angriff hat - hier spielen unverstandene Ehr- und Freiheitsbegriffe eine Rolle - "natürlich" das Opfer.
Im Umgang mit angetrunkenen oder in Gruppen auftretenden Gewalttätern ist daher vor allem Zurückhaltung angezeigt. Ein gesundes Selbstwertgefühl verträgt es auch, beleidigenden Schlägern widerspruchslos aus dem Weg zu gehen.
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Tipps und Verhaltenshinweise |
- In gewaltträchtigen Situationen (bestimmte Sportveranstaltungen, Stadtbezirke, Lokale) besonders vorsichtig sein, erkennbaren Konflikten aus dem Weg gehen
- Durch Reden, Gesten oder Benehmen nicht provozieren lassen - lieber mal als "feige" gelten
- Möglichst nicht allein, allenfalls zum Schutz von Leben oder Gesundheit gegen Gewalttäter vorgehen, Sachschäden oder ungebührliches Benehmen rechtfertigen keine Selbstgefährdung
- Täterbeschreibung merken, Polizei informieren
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