Raub
Straßenraub (ohne Handtaschenraub) ist zumeist - entgegen verbreiteten Befürchtungen älterer Menschen - ein Delikt von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden gegen Gleichaltrige. Rund drei Viertel der Täter und mehr als die Hälfte der Opfer sind unter 21 Jahre alt. Schon für Schulkinder ist das Risiko, auf der Straße überfallen oder beraubt zu werden, größer als das entsprechende Risiko ihrer Großeltern! Für Jugendliche steigt es sogar auf das Zehn- bis Zwanzigfache.

Junge Täter handeln typischerweise in der Gruppe und greifen eher einzelne, gleichaltrige oder jüngere und körperlich unterlegene Opfer an.
Auch ältere Täter bevorzugen das mutmaßlich leichte Opfer, etwa Betrunkene. Sie schrecken aber vor Gewaltanwendung und Waffengebrauch (Messer) nicht zurück, um erwarteten oder tatsächlichen Widerstand sofort zu überwinden.
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Tipps und Verhaltenshinweise |
- Gruppen bieten Schutz: Nachbarn, Freunde oder Verwandte um Begleitung oder Abholung bitten
- Möglichst wenig Bargeld mitführen, bargeldlose Zahlungsmittel nutzen
- Nie in der Öffentlichkeit sehen lassen, wie viel Geld man bei sich hat
- Konfrontation vermeiden, da Streit bisweilen als Vorwand für räuberischen Angriff genutzt wird
- Bitten um Kleingeldwechsel, Feuer, Zigarette oder ähnliches auf offener Straße ablehnen, weil Situation (Geldbörse in der Hand, Hände in den Taschen) von Räubern ausgenutzt werden kann
- Keine Gegenwehr in aussichtsloser Situation, Täterforderung unter Waffendrohung befolgen - Sachwerte sind ersetzbar, meist auch versichert (Verbundene Hausratversicherung),
- Täterbeschreibung merken, Polizei alarmieren