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Polizei BW
  

Kooperationen 

 
 

In ganz Deutschland haben die Polizeien der Länder und des Bundes einen gleichlautenden gesetzlichen Auftrag zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung. Die sich dadurch ergebenen Anforderungen sind häufig vergleichbar. Gemeinsames Ziel ist es auch, diesen Anforderungen möglichst effizient gerecht zu werden. Eine Grundlage hierfür bilden Kooperationen. Durch gemeinsames Handeln können personeller Aufwand reduziert und finanzielle Ressourcen geschont werden. Kooperationen ermöglichen es, Erfahrung auszutauschen, Kompetenzen in gemeinsamen Arbeitsgruppen zu vernetzen und somit umfassenden Synergien und Vorteile für alle Kooperationspartner zu erreichen. 

Auf Grundlage dieser Zielsetzungen wurde die bestehende Kooperation zur Entwicklung und Pflege von polizeifachlichen IuK-Systemen zwischen den Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg um die Themenstellung „Modernes polizeiliches Wissensmanagement“ auf der Grundlage von POLIZEI-ONLINE erweitert.

Eine entsprechende Vertragsunterzeichnung erfolgte auf der CeBIT 2007 durch den baden-württembergischen Innenminister Heribert Rech und den hessischen Staatssekretär für Inneres und Sport Harald Lemke. Die Polizei des Landes Hessen übernahm im Rahmen dieser Kooperation wesentliche Entwicklungsergebnisse POLIZEI-ONLINE einschließlich der elektronischen Lerninhalte und den zur Entwicklung benötigten Softwarewerkzeugen von Baden- Württemberg.
Die Polizei Rheinland-Pfalz tratt im Rahmen der CeBIT 2008 ebenfalls der Länderkooperation bei und übernahm das integrierte Bildungsmanagement einschließlich der in Baden-Württemberg und Hessen entwickelten E-Learning-Anwendungen.
Ebenso entschieden sich die Polizeien der Länder Berlin, Nordrhein-Westfalen und Saarland für einen Beitritt zur "Nationalen Kooperation POLIZEI-ONLINE" und die Übernahme wesentlicher Teile der Entwicklungen aus Baden-Württemberg. Die Unterzeichung der Kooperationsvereinbarung fand am 05. März auf ministerialer Ebene im Rahmen der CeBIT 2009 in Hannover statt.

Die Kooperationsvereinbarung bezieht sich auf das integrierte Bildungs- und Lernmanagement (iBMS), E-Learning, ganzheitliche Intranetlösungen, Internet- und E-Government sowie Dokumenten- und Prozessmanagement. Wesentliche Ziele dieser polizeilichen Länderkooperation ist die gemeinschatfliche Nutzung und Weiterentwicklung dieser bereits im Praxisbetrieb bewährten Entwicklungen, die bei POLIZEI-ONLINE in Baden-Württemberg entstanden sind. 
Neben wirtschaftlichen Vorteilen durch die Nutzung von einheitlichen technologischen Systemen entstehen durch die gemeinsame Entwicklung von Intranetfunktionalitäten sowie E-Learning-Anwendungen die Erhöhung von Entwicklungskapazitäten und ein Kompetenzzuwachs auf beiden Seiten.

Auf Seiten weiterer Polizeien und öffentlicher Verwaltungen bestehen Übernahme- und Kooperationsinteressen. Dabei stehen die konkreten Nutzungsvorteile für die Organisationen der neuen Partner im Fokus. Zahlreiche Abstimmungsgespräche sind bereits geführt und in naher Zukunft ist mit einer Erweiterung der Kooperation um zusätzliche Länder zu rechnen.